Kino & Stream

„Der kleine Nick“ im Kino

Der kleine Nick

Seit Jean-Jacques Sempй (Illus­trationen) und der „Asterix“-Erfinder Renй Goscinny (Text) 1959 die ersten Geschichten um den kleinen Nick in der französischen Wochenzeitschrift Le Moustique veröffentlichten, sind die Abenteuer des Grundschülers und seiner Freunde aus der französischen Comic-Literatur nicht mehr wegzudenken. Kinder können sich hier mit den Spielen ihrer gleichaltrigen Comic-Pendants und dem arglosen Blick auf die manchmal unverständliche Welt der Erwachsenen identifizieren, der Reiz für letztere besteht hingegen in dem unverhohlen nostalgischen Blick auf eine heile und aus der Zeit gefallene Kindheitswelt, die es so nie gegeben hat.
Regisseur Laurent Tirard ist es gelungen, genau diesen Appeal in seine Realverfilmung „Der kleine Nick“ zu übertragen: Sein „Nick“ spielt in den 60er- Jahren und zeichnet sich vor allem durch die reizende Naivität aus, mit der die Kinder absurde Gegenmaßnahmen einleiten, als Nick befürchten muss, durch ein potenzielles Brüderchen aus der Gunst seiner Eltern verdrängt zu werden. Natürlich ist das purer Eskapismus bar jeden Problembewusstseins, aber Tirard inszeniert die Geschichte liebevoll mit Witz und Charme.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Der kleine Nick“ im Kino in Berlin

Der kleine Nick (Le petit Nicolas), Frankreich 2009; Regie: Laurent Tirard; Darsteller: Valйrie Lemercier (Nicks Mutter), Kad Merad (Nicks Vater), Maxime Godart (Nick); 91 Minuten

Kinostart: 26. August

Mehr über Cookies erfahren