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„Der kleine Prinz“ im Kino

Der kleine Prinz

Antoine de Saint-Exupйrys „Der kleine Prinz“ ist das poetischste Buch für Kinder und Jugendliche überhaupt. Behaupten zumindest die Erwachsenen, ein guter Grund, in dieser Hinsicht misstrauisch zu werden. In jedem Fall ist der schmale Band mit den sehr charakteristischen Zeichnungen des Verfassers nur schwer zu verfilmen, da muss man sich schon etwas einfallen lassen. Die französische Animationsversion in der Regie von Mark Osborne macht es folgendermaßen: Eine Rahmenhandlung um ein Mädchen, dessen Leben auf grausame Weise verplant ist, gestaltet der Film in solider moderner Computeranimation, während die eingestreuten Szenen mit dem kleinen Prinzen, der das sinnlose Streben der Menschen infrage stellt, mit Puppen in der Stop-Motion-Technik ausgeführt sind. Technisch und konzeptuell geht das in Ordnung, doch mit der Zeit gewinnt die Prinz-light-Rahmenhandlung zu Ungunsten des Films eindeutig die Oberhand. Nix is‘ mit Poesie.

Text: Lars Penning

Foto: Warner Bros. Ent.

Orte und Zeiten: „Der kleine Prinz“ im Kino in Berlin

Der kleine Prinz (The Little Prince), Frankreich 2015; Regie: Mark Osborne; Stimmen OF: Riley Osborne (der kleine Prinz), Rachel McAdams (die Mutter), James Franco (der Fuchs); 107 Minuten

Kinostart: Do, 10. Dezember 2015

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