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„Der Kuaför aus der Keupstraße“ im Kino

Der Kuaför aus der Keupstraße

2004 wurde eine Nagelbombe vor einem Kölner Frisörsalon gelegt, durch die 22 Menschen teilweise schwer verletzt wurden. Der türkische Friseur Özcan Yildirim, seine Familie und andere Bewohner der Straße wurden danach von der Polizei dubioser Beschäftigungen beschuldigt. Ein fremdenfeindliches Motiv wurde bis zur Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ausgeschlossen. Der Film zeigt, wie die Opfer des Attentats von Politik und Presse behandelt wurden und wie sich das Blatt nach der Aufdeckung gewendet hat: Gedenkveranstaltungen, Politikerbesuche und Einladungen nach Berlin folgten nach der Schockstarre.
Regisseur Andreas Maus stellt die Verhöre leider mit Schauspielern nach, die in ihrer Polizisten- oder Opferrolle schlicht übertreiben. Schade, denn die Sichtweise der Opfer und der ermittelnden Polizisten ist durchaus interessant.

Text: Lena Otto

Foto: Heike Fischer / HFF2013 / Real Fiction Filmverleih

Orte und Zeiten: „Der Kuaför aus der Keupstraße“ im Kino in Berlin

Der Kuaför aus der Keupstraße, Deutschland 2015, 92 Minuten, Regie: Andreas Maus

Kinostart: Do, 25. Februar 2016

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