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„Der Lorax“ im Kino

Der Lorax

Antikapitalistische Ökopropaganda witterte so manch ein Republikaner und die ultrakonservativen Fox News sowieso. Die Vorwürfe zielten auf Hollywood, den Animationsfilm „Der Lorax“ und das gleichnamige orangefarbene Fellwesen mit buschigen Augenbrauen. Bereits 1971 hatte der Kinderbuchautor Dr. Seuss diesen Umweltflausch erfunden, der nun auch im Kino zum Retter der Natur wird. Bevor der Lorax aber erstmals auftaucht, beginnt die verschachtelte Handlung beim 12-jährigen Ted: Der lebt in der baumlosen Synthetikstadt Thneedville, in der frische Luft nur gegen Bezahlung in Flaschen zu haben ist, und forscht für die angehimmelte Audrey dem Verschwinden der Bäume nach. Bis die erste Neupflanzung die revolutionäre Kehrtwende einläuten kann, übersetzt Regisseur Chris Renaud die gereimte Vorlage allerdings in ein farbstoffbuntes Standard-Computeranimationsprodukt – inklusive Heerscharen süßer Tierchen, noch süßerer Musicalnummern und einer megafonlauten Ökobotschaft. Familienfreundlich unterhaltsam ist das durchaus. Aber gefährlich? Höchstens für diejenigen, die Gier gut finden und Ressourcenschonung für ein industriefeindliches Übel halten.

Text: Sascha Rettig

Foto: Sam Urdank / Universal Pictures International

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Der Lorax“ im Kino in Berlin

Der Lorax (Dr. Seuss‘ The Lorax), USA 2012; Regie: Chris Renaud, Kyle Balda; Sprecher OF: Danny DeVito (Der Lorax), Ed Helms (Once-ler), Zac Efron (Ted); 89 Minuten; FSK 0

Kinostart: 19. Juli

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