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„Der Ruf der Wale“ im Kino

der_ruf_der_wale_c_2011_Universal_PicturesFür einige Tage richtete sich die weltweite Aufmerksamkeit im Jahr 1988 auf das Schicksal von drei mächtigen Meeressäugern: Sie waren damals in einer Bucht im Nordmeer eingeschlossen und konnten nur noch durch ein kleines Loch im Eis nach Luft schnappen. Wie ihnen in einer groß angelegten Rettung der Weg zum offenen Meer frei gemacht wurde, verarbeitet „Der Ruf der Wale“ nun nach fast einem Vierteljahrhundert zu konventioneller Familienunterhaltung und zeigt, wie sich eine Allianz denkbar gegensätzlicher Lager und mit ebenso unterschiedlichen Interessen zusammenschloss: vom Manager eines Öl-Konzerns über die Ureinwohner Alaskas bis zur Umweltaktivistin (Drew Barry­more) und zu US-Präsident Rea­gan, der für eine Eisbrecher-Zusammenarbeit mit den Sowjets kurz den Kalten Krieg antauen ließ. Etwas naiv und mit schlichter Figurenzeichnung wird der Plot zwar mit allerlei Krimskrams überfrachtet. Dennoch kann man sich diesem unterhaltsamen Rennen gegen die Zeit mit „Zusammen können wir es alle schaffen“-Botschaft nur schwer entziehen – und ist bei aller anfänglichen Verwunderung am Ende doch erleichtert, ein bisschen.

Text: Sascha Rettig

Foto: 2011 Universal Pictures

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Der Ruf der Wale“ im Kino in Berlin

Big Miracle USA 2011; Regie: Ken Kwapis; Darsteller: Drew Barrymore (Rachel), John Krasinski (Adam Carlson), Kristen Bell (Jill Jerard); 107 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 16. Februar

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