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Der spanische Spielfilm „Susos Turm“ im Kino

Suso ist tot, und seine vier bes­ten Freunde kommen zur Beerdigung. Cundo reist sogar extra aus Argentinien an, zurück in sein asturisches Heimatdorf, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Man betrinkt sich, lässt die alten Zeiten Revue passieren und stellt schließlich unwillig fest, dass man es nicht weit gebracht hat. Le­bens­lügen fliegen auf, offene Rech­nungen wollen beglichen werden, lang schwelende familiäre Konflikte entzünden sich. Und dann ist da auch noch die sitzengelassene Ex, die mittlerweile den bes­ten Freund geheiratet hat.
„Susos Turm“ von Tom Fernбndez gründet auf einer biederen Ausgangsidee, die, einer biederen Standarddramaturgie folgend, in biedere Bilder gesetzt wird. Nur allzu oft schon wurde erzählt, wie das Erfüllen eines letzten Wunsches als Katalysator wirkt, wie der plötzliche Einbruch des Todes die Lebenden an das Wesentliche erinnert und wie schließlich alles gut wird. Fernбndez gewinnt diesem alten Hut von einer Geschichte keine einzige neue Facette ab, und so wird in „Susos Turm“ nur derjenige auf seine Kos­ten kommen, der gerne mittelalten Männern dabei zusieht, wie sie Männersachen machen.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Susos Turm“ im Kino in Berlin

Susos Turm (La torre de Suso), Spanien 2007; Regie: Tom Fernбndez; Darsteller: Javier Cбmara (Cundo), Gonzalo de Castro (Fernando), Cesar Vea (Mote); Farbe, 100 Minuten

Kinostart: 17. September

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