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„Der Vater meiner besten Freundin“ im Kino

Der Vater meiner besten Freundin

Ein Film, der ratlos macht. Vielleicht, weil Regisseur Jean-François Richet beim Dreh zu Unrecht dachte, in seinem Remake eines Films von Claude Berri würde am Ende schon alles irgendwie aufgehen. Der Plot geht so: Zwei befreundete Väter fahren in den Sommerurlaub, und mit dabei sind ihre beiden Töchter Louna und Marie. Alle spielen ihre Rollen, die Mädchen wollen ausgehen und tanzen, und den Männern ist bang dabei. Doch dann verliebt sich Louna in Maries noch recht jugendlichen Vater (Vincent Cassel) und verführt diesen nachts am Strand. Im Grunde eine gute Ausgangslage für ein Kammerspiel: Unvereinbarkeiten, Heimlichkeit, tiefer Schmerz. Aber Richet ist kein sensibler Beobachter und gibt die Figuren allesamt der Lächerlichkeit preis.

Text: Carolin Weidner

Foto: La Petite Reine – Angela Rossi

Orte und Zeiten: „Der Vater meiner bestem Freundin“ im Kino in Berlin

Der Vater meiner besten Freundin (Un moment d’йgarement), Frankreich 2015; Regie: Jean-François Richet; Darsteller: Vincent Cassel (Laurent), François Cluzet (Antoine), Lola Le Lann (Louna); 106 Minuten

Kinostart: Do, 24. September 2015

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