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„Despereaux“ jetzt im Kino.

FilmLangsam müsste es sich ja mal herumsprechen: Der Versuch, es allen recht zu machen, geht meis­tens schief. Unterhaltungsfilme für ein Familienpublikum unterschied­licher Altersstufen herzustellen, ist nicht einfach: Was die Jüngsten noch ängstigt, langweilt bereits die etwas Älteren, und was dem einen zu komplex erscheint, wirkt für den nächsten schon zu simpel. Und so kommt es letztlich auch in der CGI-Verfilmung von Kate DiCamillos erfolgreichem Kinder­roman „The Tale of Despereaux“, der von den Abenteuern eines angstlosen Mäusehelden in der Menschen- und der Rattenwelt erzählt: Es passt kaum etwas zusammen.
Die kleinen Kinder, die sich mit dem niedlichen Despereaux mit seinen überdimensionierten Ohren identifizieren, werden sich angesichts der Geschehnisse in der düsteren Rattenwelt ängstigen, während die zwischen den verschiedenen Welten changierende Geschichte mit ihren diversen Subplots für Actionfans viel zu kompliziert und langatmig daherkommt. Die wenig ausdrucksstarken Hauptfiguren tun ihr Übriges, und auch die akzeptable, jedoch wenig aufregende Animation kann diese Defizite letztlich nicht wettmachen.     

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Uninteressant

The Tale of Despereaux USA 2008; Regie: Sam Fell und Robert Stevenhagen;
Originalstimmen: Matthew Broderick (Despereaux), Dustin Hoffman (Roscuro), Robbie Coltrane (Gregory);
Farbe, 94 Minuten;
Kinostart: 19. März 2009

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