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Deutsche Filmakademie hat Preis für junge Filmkunst verliehen

Anna Pavlova lebt in Berlin

Der brasilianische Filmemacher Theo Solnik ist am Mittwochabend (28.9.) als erster Gewinner mit dem Preis für junge Filmkunst ausgezeichnet worden. Für seinen Film „Anna Pavlova lebt in Berlin“ erhielt er die Auszeichnung aus den Händen der Präsidenten der preisstiftenden Deutschen Filmakademie, Iris Berben und Bruno Ganz.
Die filmische Erzählung, die einen tiefen Einblick ins Berliner Party- und Nachtleben gewährt, setzte sich somit gegen 17 Mitbewerber durch, die ebenfalls auf der Shortlist für den Preis standen. Die Jury begründet ihre Entscheidung mit den Worten: „In seinem Film beschreibt Theo Solnik die Jugend- und Partykultur des Nachwende-Berlins, ohne konkrete Ereignisse oder Veranstaltungen zu zeigen. Im Zentrum der filmischen Erzählung steht vielmehr die schillernde Figur Anna Pavlova, eine junge, vitale Frau aus Russland, die mit der Kamera bei ihrer permanenten Bewegung durch Straßen, Plätze, Parks begleitet wird. In ihrer Rastlosigkeit und ihrer verzweifelten Suche nach etwas Lebensglück strahlt die Protagonistin eine Verlorenheit aus, die einerseits sehr authentisch wirkt, andererseits ganz offensichtlich konstruiert ist. Eine direkte Kontaktaufnahme mit der Kamera, sogar Dialoge mit dem Kameramann entlarven den scheinbar so dokumentarischen, ganz in schwarz-weiß angelegten Film als eine bewusste Inszenierung.
„Anna Pavlova lebt in Berlin“ ist ab sofort bis Januar 2012 in einem eigens eingerichteten Projektionsraum im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen.

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