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Deutsche Kurzfilmpreise 2012 verliehen

Dicke Mädchen

Zwölf Filme waren in diesem Jahr für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Mit der Nominierung ist eine Prämie von 15.000 Euro verbunden, für den Filmpreis in Gold erhält der Hersteller eine Prämie von 30.000 Euro. Der Sonderpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Nominierungsprämie wird auf den Filmpreis in Gold angerechnet. Die Prämie ist an die Herstellung eines neuen Kurzfilms oder Films mit künstlerischem Rang oder seine Projektvorbereitung gebunden. Insgesamt wurden in diesem Jahr 275.000 Euro an Prämien vergeben, aufgrund der Trennung der Kategorien „Animationsfilm“ und „Experimentalfilm“ 45.000 Euro mehr als im Vorjahr.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann zeigte sich in seiner Eröffnungsrede erfreut über das hohe Interesse am Deutschen Kurzfilmpreis. Mit 305 Filmen habe die Jury mehr Einreichungen als jemals zuvor zu sichten gehabt, ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Neumann verwies auf das enorme Renomee, das der Kurzfilm mit seinen zahlreichen internationalen Auszeichnungen, unter anderem mehreren Oscars, dem Filmstandort Deutschland im vergangenen Jahrzehnt verschafft habe. Kurzfilme sollten auch auf der großen Leinwand zu sehen sein, forderte Neumann. Ausdrücklich begrüßte er daher die Initiative der AG Kurzfilm, in diesem Jahr am 21. Dezember erstmals einen bundesweiten Kurzfilmtag ins Leben zu rufen sowie die Erhöhung der FFA-Zuschüsse für Kinos, die Kurzfilme in ihr Programm aufnehmen.
Im kommenden Jahr wird der Deutsche Kurzfilmpreis in Zusammenarbeit mit der dffb in Berlin vergeben.

Die Preisträger:

Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten: „Heimkommen“, eine Koproduktion der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg. Regie: Micah Magee.

Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme mit einer Laufzeit bis sieben Minuten: „The Centrifuge Brain Project“, Hersteller: framebox, Till Nowak (Hamburg), Regie: Till Nowak.

Kurzfilmpreis in Gold für Dokumentarfilme: „Feiertage“, Hersteller: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Regie: Christin Freitag und Hanna Mayser.

Kurzfilmpreis in Gold für Animationsfilme: „Die Prinzessin, der Prinz und der Drache mit den grünen Augen“, Hersteller: Studio Soi GmbH & Co. KG Filmproduktion, Ludwigsburg. Regie: Jakob Schuh und Bin-Han To.

Kurzfilmpreis in Gold für den besten Experimentalfilm: „Ich fahre mit dem Fahrrad in einer halben Stunde bis an den Rand der Atmosphäre“, Produktion und Regie: Michel Klöfkorn, Frankfurt/Main.

Sonderpreis für Filme mit einer Laufzeit von mehr als 30 bis 78 Minuten: „Dicke Mädchen“, Hersteller: Sehr gute Filme, Berlin, Regie: Axel Ranisch.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: „Dicke Mädchen“ / Missing Films

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