Filmreihe

Deutscher Kolonialismus im Zeughaus-Kino

Es war anno 1829, dass deutsche Missionare sich aus Wuppertal nach Südafrika aufmachten, um den Menschen dort den Weg, die Wahrheit und das Leben nahezubringen.

Unser Haus in Kamerun
Unser Haus in Kamerun

Ein großes Imperium wurde aus diesem und vergleichbaren Versuchen nicht, aber auch Deutschland hat seinen Teil zur Kolonial­geschichte beigetragen, die mit ihren Spätfolgen heute in den Flüchtlingsdebatten überraschend wenig präsent ist.
Die große Kolonialismus-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum wird ergänzt durch eine Filmreihe, an dem vor allem die Archivprogramme interessant sind, aber auch NS-Filme – oder eine scheinbar naive Produktion wie Alfred Vohrers „Unser Haus in Kamerun“ mit Götz George (1961, Foto). Die Geschichte der Wuppertaler Missionare hat der Kameruner Jean-Marie Téno in einem Film mit dem ­richtigen Titel nacherzählt: „Das koloniale Missverständnis“. Es ­dauert wohl noch an.

Filmreihe Deutscher Kolonialismus Zeughaus-Kino, 25.10.–2.12., www.dhm.de

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