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Deutscher Marktanteil schrumpft

Das zweite Quartal 2010 war nicht besonders gnädig mit dem deutschen Film: Nachdem der Marktanteil für deutsche Produktionen nach dem ersten Quartal noch bei 19 Prozent nach Umsatz und sogar 22,7 Prozent nach Besuchern gelegen hatte, steht heimisches Produkt nach dem ersten Halbjahr (4. Januar bis 4. Juli; alle Zahlen Rentrak EDI) nur noch bei 15,8 Prozent nach Umsatz und 18,9 Prozent nach Besuchern. 65,9 Mio. Euro konnten deutsche Produktionen in den ersten sechs Monaten des Jahres umsetzen; 10,6 Mio. Tickets wurden gelöst. Das bedeutet im Vergleich zu 2009 ein beträchtliches Minus von 25 Prozent nach Umsatz und 26,4 Prozent nach Besuchern. 2009 hatte der Marktanteil noch bei 21,3 Prozent nach Umsatz (22,7 nach Besuchern) gelegen; 2008 waren es gar 26,5 Prozent nach Umsatz (28,1 Prozent nach Besuchern) gewesen. Der erfolgreichste deutsche Film des Jahres ist weiterhin der im Januar gestartete „Friendship!“ mit 1,5 Mio. Besuchern; im zweiten Quartal hatte „vincent will meer“ mit aktuell 684.089 Zuschauern die Nase vorn.
Insgesamt konnte im ersten Halbjahr dank gestiegener Ticketpreise und 3D-Zuschlägen ein Umsatzplus von 1,1 Prozent erwirtschaftet werden. Entsprechend ging es mit US-Produktionen – aktuell quasi noch exklusiver Lieferant für 3D-Produkte – um 4,4 Prozent nach oben. Nach Besuchern wird indes ein Minus von 11,4 Prozent verzeichnet. Um 11,4 Prozent gingen auch die Zuschauerzahlen für amerikanische Filme zurück, die insgesamt einen Marktanteil von 75,1 Prozent hatten. Internationales Produkt kam indes auf 9,2 Prozent, immerhin ein Plus von 54,7 Prozent im Vergleich zu 2009.
Insgesamt liefen 2010 bislang 297 Filme in den deutschen Kinos (210 davon waren Neustarts, 87 waren bereits 2009 angelaufen), 8,6 Prozent weniger als im Vorjahr. 100 davon waren amerikanische Produktionen, 110 deutsche Filme und 87 internationales Produkt.

Quelle: Blickpunkt:Film

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