Krimipersiflage

„Die 1000 Glotzböbbel vom Dr. Mabuse“ im Kino

Nach einer erfolglosen Verfolgungsjagd auf der Schwäbischen Alb – irrtümlicherweise wurden zwei Kleinkriminelle verfolgt, die nur ihren gelben Sack im Wald verbrennen wollten – herrschen wieder Ratlosigkeit und Verwirrung bei der Staatsmacht

Camino Filmverleih

Der ebenso fiese, wie berüchtigte und geheimnisvolle Berliner Verbrecher bleibt unsichtbar. Bekannt ist: Er hat es auf Schwaben abgesehen. Erst im Prenzlauer Berg, jetzt in Stuttgart. Sein Vorgehen erinnert massiv an den in den 30er-Jahren verstorbenen Dr. Mabuse.

Nun scheint es so, als ob es der geniale Verbrecher auf die neueste schwäbische Erfindung, das Internet, abgesehen hätte. Die geheime Schaltzentrale desselben liegt im Hotel „Zum güldenen Grasdackel“ auf der schwäbischen Alb. Kommissar Krass (Gert Fröbe) wird mit den Ermittlungen beauftragt. Im Hotel trifft er auf allerlei merkwürdige Gestalten. Die Angriffe auf das Internet häufen sich zusehends. Panik.

Dominik Kuhn, weltberühmt als Dodokay, hat wieder zugeschlagen. Diesmal hat sich der Spezialist für schwäbische Vertonungen „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ von Fritz Lang vorgeknöpft. In bewährt schräg-genialer Manier spricht er alle Rollen selbst und geht dabei unerschrocken auch dort hin, wo es weh tut. Dabei blickt er ebenso leichtfüßig wie treffend in die Tiefen der schwäbischen Seele. Ins Kino kommt dieses kleine Schmuckstück des skurrilen Humors durch den rührigen Camino Filmverleih, bekannt für seine Arthouse-Nähe. Exil-Schwaben genauso wie Freunde des aberwitzigen Humors können nun herausfinden, ob es Kommissar Krass gelingt, das Internet zu retten. Oder was es mit dem geheimen Hirnsuppenrezept (hmmmm, Hirnsuppe!) auf sich hat.

Die 1000 Glotzböbbel vom Dr. Mabuse D 1960/2018, 90 Min., R: Fritz Lang, Sprecher aller Rollen: Dominik Kuhn, D: Gert Fröbe, Peter van Eyck, Start: 30.8.

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