Historiendrama 

„Die Berufung“ im Kino

Auf Basis des Geschlechts: Mimi Leder erzählt von einer kritischen Phase im Leben der legendären US-Richterin Ruth Bader Ginsburg

E One Germany

Jüngst erst machte die Doku „RBG – Ein ­Leben für die Gerechtigkeit“ bekannt mit Leben und Wirken der US-Juristin Ruth Bader Ginsburg, Zeit ihres Lebens Kämpferin für die Rechte der Frauen und seit 1993 beisitzende Richterin am Supreme Court.

Nun erzählt Mimi Leder in „Die Berufung“ von einer kritischen Phase in Ginsburgs Berufsleben: Vom Beginn ihres Studiums in Harvard 1956, als eine von neun Frauen unter hunderten Männern, bis in die frühen 1970er, als Ginsburg das „Women’s Rights Project“ der „American Civil ­Liberties Union“ mit anstößt und die erste Revision eines Falles erreicht, der auf Basis des Geschlechts beurteilt wurde.

Weder werden die komplexen rechtlichen Sachverhalte verkürzt dargestellt noch die komplizierte juristische Diktion gemildert, und erst recht nicht wird die ­explosive Gemengelage aus politischem Altherrensumpf und gesellschaftlichem Aufbruch verharmlost, in der Ginsburg und ihre Mitstreiter*innen agieren. Ein mitreißendes Justizdrama, in dessen Zentrum sich Felicity Jones als RBG mit stahlhartem Charme und heißem Herzen ­wacker schlägt.

Die Berufung USA 2018, 120 Min., R: Mimi Leder, D: Felicity Jones, Armie Hammer, Justin Theroux, Start: 7.3. 

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