Drama

„Die beste aller Welten“ im Kino

„Die beste aller Welten“ ist ein intensiver Film, der schonungslos das Leben von Süchtigen zeigt

Foto: Filmperlen/ Ritzlfilm

„Geh in dein Zimmer und spiel irgendwas, ich komm gleich“: Diese Aufforderung, die seine Mutter an den kleinen Adrian richtet, ist so etwas wie der Refrain seines Lebens. Denn immer wieder steht er gleichsam in den Kulissen, wenn sich in der Wohnung, in der Adrian aufwächst, die schlimmsten Dinge abspielen. Die alleinerziehende Helga Wachter ist nämlich schwer drogensüchtig. Für den Jungen und seine Mutter ist das Leben eine permanente Krise. „Die beste aller Welten“, wie Adrian Goiginger seinen autobiographischen Film nennt, ist das für Adrian deswegen, weil zwischen ihm und seiner Mutter trotz allem ein starkes Band besteht: Sie tut alles, um ihm die katastrophale Situation als „Abenteuer“ erträglich zu machen, und sie verteidigt nach Kräften die Beziehung zu Adrian gegen die Behörden, die natürlich aus guten Gründen um den Jungen besorgt sind. „Die beste aller Welten“ ist ein intensiver Film, der schonungslos das Leben von Süchtigen zeigt, und der doch niemals die Hoffnung aufgibt, dass es etwas geben kann, was stärker als die Sucht ist.

Die beste aller Welten A/D 2017, 99 Min., R: Adrian Goiginger, D: Verena Altenberger, Jeremy Miliker, Michael Pink, Start: 28.9.

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