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Die coolste Kinderbande: „Vorstadtkrokodile“

FilmAm Anfang steht eine Mutprobe – die droht tödlich zu enden, als die morsche Dachrinne abzureißen beginnt, an der Hannes hängt. Der Zehnjährige war gerade dabei, seine Aufnahme bei den Vorstadtkrokodilen zu bewerkstelligen. Die – laut Werbung – „coolste Kinderbande“ hat der Schriftsteller Max von der Grün 1976 für sein gleichnamiges Kinderbuch erfunden. Christian Ditters Verfilmung lässt die Vorstadtkrokodile nun in der Gegenwart mit Handys und „CSI“-Vorliebe agieren, immerhin ist der Schauplatz Ruhrgebiet erhalten geblieben.
„Vorstadtkrokodile“ erzählt von der Bande und dem Jungen Kai, der neu in der Siedlung ist und gerne ein Bandenmitglied wäre. Aber da er im Rollstuhl sitzt, schlägt ihm zunächst Ablehnung entgegen. In Hannes findet er bald einen Verbündeten. Und da er per Fernrohr auch jene Einbrecher beobachtet hat, die seit Längerem die Gegend unsicher machen, darf er schließlich mitmachen.
Die Balance zwischen dem The­ma Behinderung und den kriminalistisch inspirierten Action­szenen verschiebt der Film zugunsten der letzteren, erfindet dafür auch Szenen hinzu und plus­tert damit Max von der Grüns lakonische Erzählung dramatisch auf.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Annehmbar


Vorstadtkrokodile
, Deutschland 2009; Regie: Christian Ditter;Darsteller: Nick Romeo Reimann (Hannes), Fabian Halbig (Kai), Manuel Steitz (Olli); Farbe, 98 Minuten

Kinostart: 26. März 2009

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