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„Die drei Musketiere 3D“ im Kino

Die drei Musketiere 3D

Seit es das Kino gibt, macht sich jede Generation ein neues Bild von kollektiven Mythen und literarischen Figuren. Manchmal geht es dabei um neue Kinotechniken, oft aber auch um Neuinterpretationen der Stoffe. Was also mag die jüngste Verfilmung von „Die drei Musketiere“ heute Neues zu bieten haben? Nun, nicht viel. Die 3D-Technik ist mittlerweile so prickelnd wie stilles Mineralwasser, bei den Blue-Screen-Hintergründen hat sich offenbar ein größenwahnsinniger Puppenhausbauer ausgetobt, und inhaltlich unterscheidet sich der Film kaum von vorherigen Adaptionen des Romans von Alexandre Dumas. Dafür hat man sich krampfhaft bemüht, die Musketiere so jugendkompatibel wie möglich zu gestalten, und das Werk in eine Wunderkiste der Filmzitate verwandelt: Anklänge an „Matrix“, „Mission: Impossible“ und die „Piraten der Karibik“ sind erkennbar. Eine sinnlose Travestie, die allenfalls zeigt, dass bestimmte Stoffe einfach in die Analog-Ära gehören.

Text: Lars Penning

Foto: Constantin Film

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Die drei Musketiere 3D“ im Kino in Berlin

Die drei Musketiere 3D (The Three Musketeers), F/D/USA/GB 2011; Regie: Paul W.?S. Anderson; Darsteller: Logan Lerman (D’Artagnan), Milla Jovovich (M’lady de Winter), Matthew Macfadyen (Athos); 111 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 1. September

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