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„Die Einsamkeit der Primzahlen“ im Kino

Die_Einsamkeit_der_PrimzahlenAls Kinder machen Alice und Mattia Erfahrungen, die sie für immer belasten werden: Alice verirrt sich während eines Skiausflugs im Nebel, stürzt und hinkt fortan, während Mattia bei einem Kindergeburtstag seine Zwillingsschwester Michaela auf eine Parkbank abschiebt, von wo sie spurlos verschwindet – Traumata, die die beiden Zeit ihres Lebens nicht loslassen werden. So finden die beiden Außenseiter als Jugendliche auch zusammen; das Geheimnis, das sie teilen, verbindet sie für alle Zeiten, als junge Erwachsene sind sie sich immer noch nah und doch steht etwas zwischen ihnen. Wird der räumliche Abstand, der entsteht, als Mattia zum Studium nach Deutschland geht, ihnen am Ende helfen, zusammenzufinden?

Den Romanerstling von Paolo ­Giordano hat Regisseur Saverio Costanzo („Private“) gemeinsam mit dem Autor für das Kino adaptiert und dabei die chronologische Erzählung des Buchs aufgegeben zugunsten einer Struktur, die die Imagination des Zuschauers herausfordert – großes Kino zwischen Nüchternheit und Melodram.

Text: Frank Arnold

Foto: Simone Martinetto/NFP/Bavaria Pictures

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Die Einsamkeit der Primzahlen“ im Kino in Berlin

Die Einsamkeit der Primzahlen Italien Deutschland Frankreich 2010; Regie: Saverio Costanzo; Darsteller: Alba Rohrwacher (Alice), Luca Marinelli (Mattia Balossino), Isabella Rossellini (Adele); 119 Minuten; FSK 12

Kinostart: 11. August

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