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„Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss“ im Kino

Die Einsamkeit des Killers vor demm Schuss

Was wäre, wenn ein Auftragskiller einfach mal nicht mit der Pistole herumballert sondern stattdessen jahrelang vor dem Telefon hockt und auf den entscheidenden Anruf wartet? Die Ausgangsidee Mischa Florian Böders, die üblichen Killerfilm-Attitüden zu hinterfragen und sozusagen einen Jason Bourne in der Endlos-Warteschleife auf die Leinwand zu bringen, klingt durchaus verführerisch. Sein Anti-Held Koralnik, Mitglied einer obskuren, streng geheimen Spezialeinheit der EU, dessen einsames, streng geregeltes undercover Leben in von einem ebenso obskuren, geheimen Vorgesetzten per Telefon kontrolliert wird, wartet auf seinen Auftrag. Aber nichts passiert. Doch dann bringt  plötzlich ein unvorhersehbares Ereignis seine Welt völlig aus den Fugen, und als der befreiende Anruf schliesslich kommt, versagt er kläglich.
Anfänglich gelingt es Böder durchaus, den durch die jahrelange Wartezeit in splendid isolation allmählich zermürbten zwangsneurotischen Möchte-Gern Killer mit absurder Komik in Szene zu setzten. Aber dann erschöpft sich leider der schwarze Humor und der Film gerät zu einer prätentiösen Farce.

Text: Barbara Lorey

Foto: Martin Rottenkolber / Hupe Film

Orte und Zeiten: „Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss“ im Kino in Berlin

Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss, Deutschland 2014; Regie: Florian Mischa Böder; Darsteller: Benno Fürmann (Koralnik), Mavie Hörbiger (Rosa), Wolf Roth (Van Haarten)

Kinostart: Do,  13. November 2014

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