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„Die fast vergessene Welt“ im Kino

Das Beste an „Die fast vergessene Welt“ ist zweifellos der Abspann. Denn der sieht im Vergleich zum Rest des Films wenigstens halbwegs ordentlich produziert aus. Außerdem ist man aufrichtig erleichtert, dass man das Kino nun endlich verlassen kann. Was mag sich Comedy-Star Will Ferrell, der einst durch die Show „Saturday Night Live“ bekannt wurde, nur bei dieser von einer alten Fernsehserie inspirierten absurden Travestie eines Abenteuerfilms gedacht haben? Hat er vielleicht den Begriff „Stand-Up-Comedy“ zu wörtlich genommen?
Herumgestanden wird nämlich tatsächlich viel in dieser Geschichte eines Wissenschaftlers, den es mit zwei Begleitern in ein Paralleluniversum verschlägt. Comedy hingegen gibt es keine, jedenfalls keine zündende. Stattdessen wird unfasslich langweilig dahergeschwätzt – und das auch noch in Kulissen, die überwiegend aussehen, als hätten sich dort einige größenwahnsinnige Praktikanten mit der Laubsäge verewigt. Die Bedrohungen für die Helden beschränken sich derweil auf einige – zugegebenermaßen gut – animierte Dinosaurier und ein paar Männchen in grünen Gummikostümen, die einem Jack-Arnold-Film der 1950er Jahre entsprungen sein könnten. Angeblich hat dieser Film 100 Millionen Dollar gekostet. Wo mögen die geblieben sein? Vermutlich wurden sie von den Dinosauriern verschlungen.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Die fast vergessene Welt“ im Kino in Berlin

Die fast vergessene Welt (Land of the Lost), USA 2009; Regie: Brad Silberling; Darsteller: Will Ferrell (Park Ranger Rick Marshall), Anna Friel (Holly), Danny R. McBride (Will Stanton); Farbe, 93 Minuten

Kinostart: 1. Oktober

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