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Die Filme von Daniel Schmid im Kino Arsenal

Das filmische Universum des Daniel Schmid organisiert sich um die Wahrhaftigkeit des Transitorischen, die er schon als kleiner Junge für sich entdeckte. 1941 in Graubünden geboren, wuchs er in der mondänen Atmosphäre des großelterlichen Traditionshotels auf, in dessen Ritualen sich Zeitläufte und Biografien brechen, Realität und Illusion verschmelzen. Das Kino Arsenal widmet dem 2006 verstorbenen Regisseur im Januar eine Filmreihe, in der auch „Hors Saison“ (Foto), seine 1992 entstandene Hommage an den „Schweizerhof“, zu sehen sein wird. Die paradox anmutende Theatralität aus dem Geiste der präzisen Beobachtung verbindet Schmid mit Fassbinder und Schroeter, mit denen er in den 70er Jahren zusammenarbeitete. Die Verfilmung von Fassbinders skandalisiertem Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ unter dem Titel „Schatten der Engel“ machten ihn 1976 einem breiten Publikum bekannt. Immer wieder entwickelte er Stoffe zusammen mit dem Schweizer Krimiautor Martin Suter, so auch bei seinem bekanntesten und erfolgreichsten Film, der „Alpenoperette“ „Beresina oder die letzten Tage der Schweiz“ (1999).

Text: Stella Donata Haag

Das Leben als Inszenierung – Die Filme von Daniel Schmid, 8. bis 30. Januar im Kino Arsenal

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