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Die Fortsetzung im Kino: „Zweiohrküken“

Im Grunde hat sich nur der Filmtitel verändert. Ansonsten sieht das Plakat für Til Schweigers neue Komödie fast genauso aus wie vor zwei Jahren, als „Keinohrhasen“ startete. Das ist als Versprechen ans Zielpublikum zu verstehen: Wer den erfolgreichen Vorgänger mochte, kriegt mit dem Sequel noch einmal das selbe, nur leicht variiert. Das ungleiche Pärchen Schweiger (Ex-Klatschreporter) und Nora Tschirner (Kindergärtnerin) lebt also noch im Schöner-Wohnen-Loft; tagsüber arbeitet das Duo in einer Villa Kunterbunt von einem Kindergarten und verheddert sich in Zwistigkeiten über Ex-Beziehungen, Potenzprobleme und die Vorzüge von Intimrasuren. Matthias Schweighöfer ist als peinlicher bester Kumpel wieder für ein paar der komischsten Szenen zuständig, es gibt wieder Promi-Cameos – und einmal, das ist neu, fährt Til Schweiger (als Revanche für seine Platzierung auf der tip-Liste der „Vierzig Peinlichsten Berliner“) fast einen Straßenverkäufer mit tip-Heften (Titel: „Die hundert peinlichsten Kritiker“) über den Haufen. Ansonsten dient die Story lediglich als Aufhänger für viel Wohlfühl-Klamauk und ein paar deftige Gags nach Art von Hollywoods „Bad Taste“-Komödien.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Zweiohrküken“ im Kino in Berlin

Zweiohrküken, Deutschland 2009; Regie: Til Schweiger; Darsteller: Til Schweiger (Ludo Dekker), Nora Tschirner (Anna), Matthias Schweighöfer (Moritz); Farbe, 124 Minuten

Kinostart: 3. Dezember 2009

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