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„Die Frau des Anarchisten“ von Marie Noëlle und Peter Sahr

Die Frau des AnarchistenVergeblich, Rechtsanwalt und Freiheitskämpfer Justo Alvarez Calderуn muss fliehen, seine Frau Manuela und Tochter Paloma bleiben zurück. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs findet die Familie im französischen Exil wieder zueinander. Immer noch kämpft Justo für seine Überzeugungen, gemeinsam mit Ehemaligen der Rйsistance plant er ein Attentat auf Franco. Und Manuela, die die harten spanischen Jahre nur aufgrund ihrer romantischen Liebe zu ihrem Mann überlebt hat, bleibt erneut nicht mehr übrig, als leidend zu dulden.
Das Drehbuch zu „Die Frau des Anarchisten“, der 2008 mit dem Friedenspreis des deutschen Films ausgezeichnet wurde, hat Koregisseurin Marie Noëlle in Anlehnung an die eigene Familiengeschichte verfasst. Ereignisse aus dem Leben von Großeltern und Mutter sind zu einem Stationendrama arrangiert, einem bunten historischen Bilderbogen, der der ebenso braven wie faden Ordnung des „Und dann … und dann … und dann …“ gehorcht. Auf der Stre­cke bleibt dabei der eigentlich zentrale brennende Konflikt zwischen politischem Kampf und individuellem Glück.

Text: Alexandra Seitz

Die Frau des Anarchisten, Deutschland/Spanien/Frankreich 2008; Regie: Marie Noëlle und Peter Sehr; Darsteller: Juan Diego Botto (Justo), Marнa Valverde (Manuela), Ivana Baquero (Paloma); Farbe, 122 Minuten;

Kinostart: 29. Januar 2009

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