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„Die Fremde“ für Deutschland im Oscar-Rennen

Die FremdeEine unabhängige Fachjury, die von German Films berufen wurde, hat am Wochenende entschieden, welcher Beitrag für Deutschland ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film geschickt wird. Die Wahl fiel auf „Die Fremde“ (Foto) von Feo Aladag mit Sibel Kekilli in der Hauptrolle. In der Begründung der Jury hieß es: „‚Die Fremde‘ ist ein außerordentlich gut geschriebener, stimmig inszenierter und berührender Film mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen.“
Das Drama erzählt die Geschichte von Umay (Sibel Kekilli), einer jungen deutsch-türkischen Mutter, die in den Mühlen zweier Wertesysteme um ihre Selbstbestimmung kämpft.
Neben Deutschland haben auch Frankreich, Österreich und die Schweiz bereits ihre Beiträge für das Oscar-Rennen gekürt. Für Frankreich geht der bereits in Cannes mit dem großen Preis der Jury ausgezeichnete „Des Hommes et des Dieux“ von Xavier Beauvois an den Start. Der Film erzählt die Geschichte von sieben Mönchen, die 1996 in Algerien entführt und später ermordet wurden.
Österreich schickt „La Pivellina“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel ins Rennen. Die Geschichte um ein Findelkind, das von einem Wanderzirkus aufgenommen wird, wurde bereits Anfang September als österreichischer Beitrag bekannt gegeben.
Für die Schweiz dürfen sich Stйphane Chuat und Vйronique Reymond mit ihrem Film „Le petite chambre“ Hoffnungen auf die Goldstatur machen. Der Film behandelt das sich wandelnde Verhältnis eines alten Mannes zu seiner Pflegerin.
Bis zum 25. Januar 2011 wird die Academy of Motion Pictures Arts and Sciences unter allen nationalen Einreichungen fünf Filme auswählen, die letztlich für den Oscar in der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“ nominiert werden. Die 83. Academy Awards werden dann in einer feierlichen Zeremonie am 27. Februar 2011 verliehen.

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