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„Die Genialität des Augenblicks – Der Fotograf Günter Rössler“ im Kino

Die Genialität des Augenblicks - Der Fotograf Günter Rössler

Der Leipziger Günter Rössler war der wohl bekannteste Akt- und Modefotograf der DDR. Seine Bilder erschienen in auflagenstarken Magazinen wie „Sibylle“ und „Modische Maschen“; aus der Not (etwa der Reisebeschränkungen) konnte er problemlos eine Tugend machen und Frankreich eben auch in Sachsen in Szene setzen. Heute gilt Rössler als Klassiker, und ein Blick auf seine Fotos transportiert immer auch ein Stück DDR-Kulturgeschichte. Am deutlichsten zu sehen ist dies vielleicht in seinen „natürlichen“ Aktbildern, die den – im Vergleich zum Westen – deutlich unverkrampfteren (und weniger kommerzialisierten) Umgang mit Nacktheit in der DDR belegen.
Fred R. Willitzkat porträtiert den sympathischen (und mit 86 Jahren immer noch aktiven) Fotografen in „Die Genialität des Augenblicks“ auf freundlich-zurückhaltende Weise: Während Rössler aus seinem Leben und von seiner Arbeit erzählt, wird parallel das Bild seines Charakters nicht zuletzt auch durch die ausführlichen Statements einiger seiner ehemaligen Modelle ergänzt, denen er nicht selten zum Freund und Mentor wurde und die von seinem – manchmal wegweisenden – Einfluss auf ihr Leben berichten.

Text: Lars Penning

Foto: Peter Krajewsky / Salzgeber

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Die Genialität des Augenblicks – Der Fotograf Günter Rössler“ im Kino in Berlin

Die Genialität des Augenblicks – Der Fotograf Günter Rössler, Deutschland 2012; Regie: Fred R. Willitzkat; 93 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 13. Dezember

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