Drama

„Die Geschwister“ im Kino

Ein Wohnungsvermittler in Berlin könnte sich fast wie Gott fühlen, doch Thies tickt anders

Die Geschwister
Foto: Salzgeber

Kein Schmiergeld, nur korrekte Bewerbungsbögen führen bei ihm zum Ziel. Auch das polnische Prachtpaket Bruno sucht mit seiner Schwester Sonja eine Bleibe. Doch sie hat keine Papiere und er keinen Job. Was jetzt? Bruno bietet sich Thies an – ganz unverblümt. Und Thies greift zu. Schnell fühlt er sich als schützender Dritter im Bunde, zum Missfallen Sonjas, die auf ihre Privatsphäre pocht.
Regisseur Jan Krüger lässt gegensätzliche Biografien aufeinanderprallen, die nur vordergründig Gemeinsamkeiten erlauben. Sex zum Beispiel, die schnelle Ware. Die Wesen dahinter bleiben in Deckung. Klar, dieses Schrammen an Oberflächen kann einen speziellen Sog entwickeln, nur davon ist in „Die Geschwister“ wenig zu sehen. Reduziert und unaufgeregt entwickelt sich die Geschichte, ganz im Stil der Berliner Schule.

Die Geschwister D 2016, 90 Min., R: Jan Krüger, D: Vladimir Burlakov, Julius Nitschkoff, Irina Potapenko, Start: 3.11.

Bewertungspunkte3

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