Western

„Die glorreichen Sieben“ im Kino

Wenn man im Filmlexikon unter dem Schlagwort „kein guter Film, aber großartige Unterhaltung“ nachschaut, müsste dort ein Foto des Regisseurs Antoine Fuqua („Replacement Killers“, „Training Day“) zu sehen sein.

Foto: Sony Pictures

Sein Remake eines Remakes („Die glorreichen ­Sieben“ von John Sturges) kann dem Original (Akira Kurosawas „Die sieben Samurai“) zwar nichts Neues hinzufügen, ist aber trotzdem keine Minute langweilig. Es ist die alte ­Geschichte von den Starken, die die Schwachen beschützen müssen. Warum diese ­Version nun überhaupt nicht überflüssig ist? Weil sie verdammt viel Spaß macht!
Das liegt auch daran, dass Fuqua sämtliche Rollen toll besetzt hat. Da sind vorneweg die Helden, angeführt von einem ganz in schwarz gekleideten Denzel Washington. Chris Pratt, der hier erstmals an seine schauspielerischen Grenzen stößt, gibt den Spieler, Ethan Hawke ist der Scharfschütze mit Kriegstrauma, und Vincent D’Onofrio fistelt sich durch einen ­bizarren Auftritt als Trapper.
Die unschuldigen Farmer werden von der wunderbaren Haley Bennett repräsentiert: „Sie wollen also Rache?“, fragt Washington sie an einer Stelle. „Ich will Gerechtigkeit, aber ich nehme auch Rache“, antwortet sie. Und da ist – leicht unterfordert – Peter Sarsgaard als Bösewicht mit diesem fiesen Zucken um die Augen. Auch wenn Fuquas Versuch, John Ford mit Sergio Leone zu mixen, nicht durchgängig gelingt: mehr als solide Genre-Kost ist dies allemal.

The Magnificient Seven (OT) USA 2016, 133 Min., R: Antoine Fuqua, D: Denzel Washington, Chris Pratt, Ethan Hawke, Start: 22.9.

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