Handicap-Komödie 

„Die Goldfische“ im Kino

Eine sehr ungewöhnliche Gang legt los

Sony Pictures

Nach einem Autounfall ist Oliver (Tom Schilling) querschnittsgelähmt und trifft in der Reha auf die Wohngruppe der „Goldfische“: die ­blinde Magda (Birgit Minichmayr), den Autisten Rainman (Axel Stein), den schweigsamen Michi (Jan Henrik Stahlberg) sowie ­Franzi (Luisa Wöllisch), eine junge Frau mit Down-Syndrom. Vervollständigt wird die Goldfisch-Gang durch die Betreuer*innen: die engagierte Pädagogin Laura (Jella Haase) und der Pfleger Eddy (Kida Khodr Ramadan).

In Fahrt kommt die Geschichte, als Laura von Oliver zu einem Ausflug in die Schweiz überredet wird – von dort will der Unsympath im Schutze der Gehandicaptengruppe Schwarzgeld zurück nach Deutschland schmuggeln.
Autor und Regisseur Alireza Golaf­shan konnte für sein turbulentes Spielfilmdebüt eine prominente Schauspielerriege begeistern. Auch wenn die Inszenierung mitunter hoppelt, ist das Ensemble mit Verve bei der Sache, vor allem Birgit Minichmayr darf eini­ge heftige One-Liner raushauen. Denunziert wird hier freilich niemand, trotzdem muss man sich daran gewöhnen, diesen gestandenen Mimen bei ihren Handicap-Rollen zuzusehen.

Die Goldfische D 2019, 111 Min., R: Alireza Golafshan, D: Tom Schilling, Jella Haase, Birgit Minichmayr, Start: 21.3. 33355

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