Tragikomödie

„Die Hollars – Eine Wahnsinnsfamilie“ im Kino

Ein Vorteil von Schauspielern im Regiefach: Sie haben oft einen besseren Draht zu anderen Darstellern

Foto: 2016 Sony Pictures
Foto: 2016 Sony Pictures

In dieser Tragikomödie des US-Serien-Mimen John Krasinski, hier Hauptdarsteller und Regisseur, beordert ein Notfall die verkrachte Künstlerexistenz John Hollar aus New York ins Provinznest seiner Jugend zurück: Bei Muttern wurde ein Hirntumor diagnostiziert.
Während die Betroffene erstaunlich gelassen bleibt, leidet ihre restliche Sippe längst an Zukunftsängsten. Sallys Ehemann muss seinen Klempnerbetrieb vor der Insolvenz bewahren. Wie Johns jüngerer Bruder Ron, der nach einer gescheiterten Ehe wieder zu Mom und Dad zog, sind die Hollar-Mannen ohne starke Frauen kaum überlebensfähig. Auch John ist sich mit seiner hochschwangeren Freundin ­Becca übers Vater- und Ehemannsein im New Yorker Haushalt extrem unsicher.
Anstatt sich auf seine Loser zu konzentrieren und ihnen eine stimmige Milieustudie auf den Leib zu schneidern, pendelt die Regie ­zwischen humorigen Einlagen und nervigen Psycho-Gesprächen, ­unterlegt mit einem Pop-Soundtrack. Das Ergebnis: extrem weichgespült.

The Hollars (OT) USA 2016, 88 Min., R: John Krasinski, D: John Krasinski, Mary Elizabeth Winstead, Margo Martindale, Start: 12.1.

Bewertungspunkte4

https://www.tip-berlin.de/event/tragikomoedie/die-hollars-eine-wahnsinnsfamilie/

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