Agentenfilmklamotte

„Die Jones – Spione von nebenan“ im Kino

Möchtegernmix aus Agententhriller und Komödie

2016 Twentieth Century Fox

Nur Langeweiler legen sich Häuser in diesen typisch US-amerikanischen Schlafstädten zu – um fortan im Nine-to-Five-Job 100 Prozent zu geben, Kinder aufzuziehen und sich in ihrer Freizeit mächtig anzuöden. Das eintönige Alltagsleben von Jeff und Karen Gaffney wird völlig umgekrempelt, nachdem Tim und Natalie Jones das Nachbarhaus beziehen. Die Neuen kommen den Gaffneys nicht nur aufregend anders, glamouröser, erfolgreicher, kurzum: höchst interessant vor, sondern entpuppen sich zudem als Spione. Ziel ihres Undercover-Einsatzes: die Firma, in der Jeff als Personalmanager arbeitet. Sowohl er als auch seine Gattin lassen sich mit kindlicher Freude fürs Spionieren einspannen, sie helfen ihren neuen besten Freunden dabei, jenem ominösen Unbekannten in Jeffs Betrieb das Handwerk zu legen, bevor der gespeichertes Insider-Material weiterreichen kann.

Wer sich eine Art neue Variante zu Brad Pitt und Angelina Jolie und ihrer Agentenfilmkomödie „Mr. & Mrs. Smith“ von 2005 erhofft, sei vorgewarnt. So sehr Regisseur Greg Mottola seit seiner Komödie „Superbad“ als Genretalent gehandelt wurde, weil er ein Gespür für die perfekte Mischung aus Wortwitz, Tempo, Anarcho-Slapstick und Melancholie bewies – seiner aktuellen Regiearbeit kann man das nicht attestieren. Da werden Schauspieler sträflichst unterfordert und uralte Gags recycelt, bevor man die klamaukige Handlung mit Actioneinlagen reichlich uninspiriert aufpeppt.

Keeping Up with the Joneses (OT) USA 2016, 105 Min, R: Greg Mottola, D: Gal Gadot, Isla Fisher, Jon Hamm, Zach Galifianakis, Start: 23.3.

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