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Im Kino: „Die Liebe der Kinder“

Die Liebe der Kinder

Maren und Robert, Alleinerziehende um die Vierzig, lernen sich via Internet kennen, treffen sich an einer Autobahnraststätte, landen im Motelbett. Sie fackeln nicht lange und ziehen zusammen. Eine moderne Beziehung soll es werden, eine, in der keiner den anderen in seiner Freiheit einschränkt. Doch dann verlieben sich ihre jeweiligen Kinder, Mira und Daniel, ineinander; natürlich auf die altmodische Teenager-Art, bedingungslos romantisch und hoffnungslos naiv. In diesen fernen Spiegel wollen die Erwachsenen nicht blicken, zu unbequem sind die Fragen, die dieser Blick ihnen zurückwirft. Und bald schon geht es rund zwischen Eltern und Kindern, zwischen Partnern und Geliebten.
In „Die Liebe der Kinder“ unternimmt die alte Himmelsmacht eine rasante Tour durch die vielfältigen und verwirrenden Designs heutiger Beziehungshöllen. Dabei gelingt es Franz Müllers formal eher unspektakulärer, erzählerisch dafür umso dichterer Analyse einer komplexen Emotion, immer nah an den Protagonisten und konkret in der Situation zu bleiben und dabei doch allgemeingültig, ja grundsätzlich – und immer mal wieder ziemlich weise – zu wirken.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Die Liebe der Kinder“ im Kino in Berlin

Die Liebe der Kinder, Deutschland 2009; Regie: Franz Müller; Darsteller: Marie-Lou Sellem (Maren), Аlex Brendemühl (Robert),
Katharina Derr (Mira); 83 Minuten

Kinostart: 26. August

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