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Die Millers haben die Nase vorn

Am Ende eines furiosen Fünfkampfes um Platz eins der deutschen Kinocharts hatte eine Komödie die Nase deutlich vorn: „Wir sind die Millers“ konnte sich gegen zwei weitere Neulinge und zwei angestammte Titel durchsetzen. Die Road-Komödie mit Jason Sudeikis und Jennifer Aniston, die nach „Kill the Boss“ zum zweiten Mal gemeinsam vor der Kamera stehen, kam in 427 Kinos auf ein Einspiel von 1,68 Mio. Euro und 215.000 Besucher. Im direkten Vergleich: „Kill the Boss“ – obwohl noch unterstützt von der Starpower von Colin Farrell und Kevin Spacey – war vor zwei Jahren mit 860.000 Euro und 112.951 Besuchern angelaufen.
Platz zwei ging ans Family Entertainment. Von Disney in 559 Kinos gestartet, holte sich „Planes“, der Quasi-„Cars“-Spinoff von Disney Animation, 1,38 Mio. Euro Umsatz und lockte 185.000 Besucher an. Dahinter sicherte sich mit „Feuchtgebiete“ der erste bereits etablierte Titel den dritten Platz: David Wnendts Charlotte-Roche-Verfilmung hielt sich ausgezeichnet und kam am zweiten Wochenende auf 1,33 Mio. Euro Einspiel und 170.000 Zuschauer. Damit baute der Film nur 20 Prozent ab und hält nun bereits gesamt bei einer halben Mio. verkaufter Tickets. „Chroniken der Unterwelt – City of Bones“ wurde in 494 Kinos von 150.000 Besuchern gesehen und spielte 1,22 Mio. Euro ein. Die Top fünf beschließt „Die Schlümpfe 2“, der es am fünften Wochenende auf 140.000 Kinogänger brachte, die ein Einspiel von einer weiteren Million Euro generierten. Mit „Pain & Gain“ und „Elysium“ schafften zwei weitere Filme sechsstellige Besucherzahlen.
Auf Platz acht ging Robert Schwentkes aufwändige Comic-Verfilmung „R.I.P.D. 3D“ in 306 Kinos ins Rennen: Sie brachte es auf 70.000 Besucher und ein Boxoffice von 810.000 Euro. Gerade noch in die Top 20 schlüpfte „Portugal Mon Amour“, der in 63 Kinos mit 17.000 Besuchern und 128.000 Euro Umsatz Platz 17 belegte.
Unverändert stark dabei ist „Dampfnudelblues. Ein Eberhoferkrimi“, der am fünften Wochenende mit knapp 35.000 Besuchern und 250.000 Euro Umsatz Patz zwölf belegte und gesamt bereits die 300-Zuschauer-Marke geknackt hat. „Mr. Morgan’s Last Love“ hielt sich am zweiten Wochenende ausgezeichnet auf Platz 15 und hatte mit 20.000 Besuchern und 160.000 Euro Einspiel fast exakt die selben Zahlen wie am Startwochenende.
Insgesamt ging es auch ohne Überfliegerstart deutlich bergauf mit den Kinozahlen in Deutschland: 1,5 Mio. Tickets wurden abgesetzt, zwölf Mio. Euro umgesetzt.

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