Kino & Stream

Die Musikbiografie „Cadillac Records“ im Kino

„Greatest Hits“ also, naturgemäß ohne Überraschung. Darnell Martins Film erzählt, wie der Ex-Schrotthändler Leonard Chess (Adrien Brody) mit dem Gespür für die richtige Musik zur richtigen Zeit mit seiner Plattenfirma auf die Erfolgsspur kam und wirft dabei einen schlaglichtartigen Blick auf das Leben seiner berühmtesten Vertragskünstler. Doch egal, ob da die Rivalität zwischen Muddy Waters und Howlin’ Wolf verhandelt wird, die Gewalttätigkeiten von Little Walter, die Heroinsucht von Etta James oder Chuck Berrys Gefängnis­strafe – es klingt dramatisch und bleibt meist anekdotisch.
Dafür überzeugen die Darsteller. Und auch die Neuinterpretationen der klassischen Blues- und Rock’n’Roll-Hits, unter anderem durch Jeffrey Wright, Beyoncй Knowles (die „Cadillac Records“ mitproduziert hat) und Mos Def, gehen ohne Peinlichkeit über die Bühne. Und hier findet sich letztlich auch das Anliegen des Films: den heutigen jugendlichen R&B- und HipHop-Fans die Wurzeln „ihrer“ Musik zu vermitteln.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Cadillac Records, USA 2008; Regie: Darnell Martin; Darsteller: Adrien Brody (Leonard Chess), Jeffrey Wright (Muddy Waters),
Beyoncй Knowles (Etta James); Farbe, 109 Minuten

Kinostart: 23. April 2009

Mehr über Cookies erfahren