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„Die Nacht der Giraffe“ im Kino

Die Nacht der Giraffe

Plötzlich ist da dieses kleine Mädchen, das nachts durch den Zoo streift, als sei dies das Selbstverständlichste der Welt; das eine Giraffe besucht und den menschlichen Zoobewohnern das Essen vom Feuer klaut, wenn diese bereits schlafen. Der Name des Mädchens ist Lana, und sein Vater hat es nach einem gemeinsamen Besuch einfach dort gelassen – zwischen den Tieren, Menschen und Fahrgeschäften. Und hier wird Lana bleiben, bis sie eine erwachsene Frau ist. Denn dann taucht, wie aus dem Nichts, ein Cowboy auf, der zaubern kann und in den sich Lana verliebt. Gemeinsam verlassen sie den Zoo, um sich alsbald zu trennen. Lanas Weg führt in ein Erotik-Massagestudio. Größer könnte der Aufprall kaum sein: hier die magische, stolze Giraffe, deren Bauch Lana zu berühren sehnt, da die öligen Männerrücken und der komische Dress mit der Nummer darauf. Edwins „Die Nacht der Giraffe“ erzählt diese Geschichte in ruhigen, traumähnlichen Bildern. Oftmals stumm, dann wiederum ist nur das blecherne Kinderlied zu hören, das nahezu durchgängig den Zoo beschallt, während Seifenblasen über den Köpfen der Besucher schweben.

Text: Carolin Weidner

Foto: 2010 Sony Seniawan / Neue Visionen

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Die Nacht der Giraffe“ im Kino in Berlin

Die Nacht der Giraffe (Kebun binatang), Indonesien/Deutschland/Hongkong/China 2011; Regie: Edwin; Darsteller: Ladya Cheryl (Lana), Nicholas Saputra (Magier), Adjie Nur Ahmad (Chef); 96 Minuten; FSK 12

Kinostart: 17. Januar

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