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Die norwegische Tragikomödie „Nord“ im Kino

Hätte Jormar Henriksen (Anders Baasmo Christiansen), der Held des norwegischen Road-Movies „Nord“ auf sie gehört, wäre ihm viel Ärger erspart geblieben. So aber hat der Ex-Skifahrer nach dem Abgang seiner Freundin Depressionen bekommen, die ihn in psychiatrische Behandlung und zum Konsum großer Mengen Alkohol geführt haben. Als er dann erfährt, dass die Ex mit seinem vierjährigen Sohn, von dem er bislang nichts wusste, irgendwo hoch im Norden wohnt, sieht Jomar dies als Zeichen, seine Ängste endlich zu bewältigen, und macht sich auf den beschwerlichen Weg.
Den schildert Regisseur Den­s­tad Langlo ebenso wie die Begegnungen seines Protagonisten mit einem einsamen Teenager, einem homophoben Schwulen und einem lebensmüden Samen mit derart hintergründigem Witz, dass man sich manchmal fragt, ob daran überhaupt irgendetwas komisch sein soll. Doch der Eigentherapieversuch des blonden Hünen bleibt stets sympathisch. Der Weg ist das Ziel.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Nord“ im Kino in Berlin

Nord (North), Norwegen 2009; Regie: Rune Denstad Langlo; Darsteller: Anders Baasmo Christiansen (Jomar Henriksen), Kyrre Hellum (Lasse), Marte Aunemo (Lotte); Farbe, 78 Minuten

Kinostart: 7. Januar

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