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„Die Relativitäts­theorie der Liebe“ im Kino

Die_Relativitaetstheorie_der_LiebeEin Großstadt-Liebesreigen um fünf Paare und ihre Probleme – Paare, die schon längst keine mehr sind oder es erst werden wollen. Die Besonderheit: Alle fünf Paare werden von Olli Dittrich und Katja Riemann verkörpert. Das funktioniert zunächst einmal als Kabinettstückchen, bei dem die beiden Schauspieler ihre Bandbreite demonstrieren, unterstützt von der Kunst der Maskenbildner. Nicht alle Rollen sind dabei gleichgewichtig, manche Randfiguren, wie der Guru, tendieren automatisch zur Karikatur, in anderen geben die Darsteller „ihrem Affen Zucker“ und neigen eher zu groben Pinselstrichen. Zwischen prollig-eifersüchtigem Fahrlehrer, libanesischem Restaurantbesitzer und glattem Werbemann changiert der eine, zwischen südamerikanischem Vollweib, grauer Maus vom Gesundheitsamt und esoterisch abgehobener Ehefrau die andere. Dass es die Schauspieler im Verlauf des Films schaffen, zumindest einigen ihrer Figuren ein Profil zu verleihen, das jenseits der Klischees liegt, spricht für den Film.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Die Relativitäts­theorie der Liebe“ im Kino in Berlin

Die Relativitätstheorie der Liebe Deutschland 2011; Regie: Otto Alexander Jahrreiss; Darsteller: Katja Riemann (Peggy/Eva/Maria/Gabriela/Alexa), Olli Dittrich (Frieder/Paul/Stevie/Youssef/Yogi Swami Helmut), Leonard Carow (Hanno); 96 Minuten; FSK 12

Kinostart: 26. Mai 

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