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Komödie

„Die Sch’tis in Paris – Eine Familie auf Abwegen“ im Kino

Nach dem Riesenerfolg „Willkommen bei den Sch’tis“ war Drehbuchautor, Regisseur und (neben Kad Merad) Hauptdarsteller Dany Boon 2008 ein großer Star in Frankreich. Und nicht nur da

Concorde/ David Koskas

Es folgte eine Reihe eher mittellustiger Komödien (von „Nichts zu verzollen“ bis „Nichts zu verschenken“), aber nichts war mehr so gut wie die „Sch’tis“. Was Hollywood recht ist, ist Dany Boon billig: Rückgriff auf die „Sch’tis“, aber weder Fortsetzung noch Prequel, eher ein Spin-Off, mit teilweise denselben Darstellern, aber anderen Charakteren.

Verschlug es damals einen ahnungslosen Postbeamten von der Cote d’Azur in den kalten Norden Frankreichs, suchen die Sch’tis nun ihrerseits Paris heim. Und zwar deshalb, weil es einer der ihren in der großen Stadt als Valentin D. zum angesagten Möbeldesigner gebracht hat. Allerdings verschweigt Valentin (Boon) sowohl der Welt als auch seiner Design- und Lebenspartnerin Constance seine Herkunft, was den Besuch des Familienclans zur Katastrophe werden lässt. Als Valentin nach einem Autounfall auch noch in die alte Sch’ti-Sprache verfällt, ist der Komödien-Salat angerichtet.

Ein paar nette Späßchen über die Pariser Schickeria, versnobte Vernissagen und alltagsuntaugliche Möbelstücke garnieren den neuerlichen Culture-Clash, wobei man sich schon fragt, wie Valentin seine Lebenswelten so strikt getrennt halten konnte. Und wieso. Denn kaum lässt ihn sein Unfall wieder zum Sch’ti werden, kommen alle prima miteinander aus, Constance lernt sogar, der besseren Verständigung wegen, mit großem Eifer Sch’ti zu sprechen. Der Rest ist leider kaum mehr als harmonieseliger Familienschmus mit Gags aus der Klamottenkiste. Gerald Jung

Die Sch’tis in Paris – Eine Familie auf Abwegen F 2018, 107 Min., R: Dany Boon, D: Dany Boon, Laurence Arné, Valérie Bonneton, Start: 22.3.

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