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„Die singende Stadt“ im Kino

die-singende-stadtDie Staatsoper Stuttgart hat 800 Räume und 1300 Mitarbeiter, vermerkt ein Insert zu Beginn des Dokumentarfilms „Die singende Stadt“. Damit ist die Aufgabe dieser Erforschung des alltäglichen theatralischen Betriebs benannt: Man könnte hier in jedem Winkel eine Geschichte finden. Vadim Jendreyko konzentriert sich dann aber doch auf erwartbare Vorgänge: Der früher als provokant geltende katalanische Regisseur Calixto Bieito inszeniert einen „Parsifal“, damit sind eine Vielzahl von Menschen beschäftigt, von den Bühnenarbeitern bis zu hochkarätigen Sängern, die ausführlich begründen können, an welcher Stelle des Texts sie atmen müssen und wie die Orchesterbegleitung darauf abzustimmen ist. „Die singende Stadt“ hat nicht den forschenden Blick eines Frederick Wiseman, der mehrmals Bühnenbetriebe gefilmt hat (zuletzt „La Danse“), sondern zielt eher darauf ab, ein großes Ineinandergreifen von künstlerischer und handwerklicher Arbeit ins Bild zu bekommen – ein „Making-of“ und als solches natürlich eher affirmativ, dabei aber immer noch sehr interessant.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung
: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Die singende Stadt“ im Kino in Berlin

Die singende Stadt“ Deutschland 2010; Regie: Vadim Jendreyko; 92 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 10. Februar

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