Historiendrama

„Die Tänzerin“ im Kino

Louise Fuller träumt im Wilden Westen des späten 19. Jahrhunderts von einer Karriere als Schauspielerin

Foto: Prokino

Sie zieht zu ihrer Mutter nach New York. Eher aus einer Verlegenheit heraus entsteht bei einem Auftritt jene Tanzform, die Louise bald weltberühmt machen wird: der Serpentinen-Tanz, ein wilder Reigen mit wallenden Gewändern. Schon bald ist Loïe, wie sie sich jetzt nennt, der „Talk of the town“ und lernt den französischen Lebemann Louis Dorsay kennen, einen Äther-abhängigen Dandy. Ihm klaut Loïe das Geld, mit dem sie die Überfahrt nach Paris zahlt. Das Folies Bergère! Der Tempel der Künste! Loïe wird zum Superstar der Belle Epoque, unterstützt von Louis. Der anstrengende Tanzstil fordert aber seinen Tribut, dennoch soll der Auftritt in der ­Pariser Oper der letzte Höhepunkt werden.
Loïe Fuller hat es wirklich gegeben. Regisseurin Stéphanie Di Giusto entwirft in berauschenden Bildern das Porträt einer Frau, die in einer Männergesellschaft ihren Weg geht. So ein Konzept steht und fällt mit der Hauptdarstellerin, und da weiß die Musikerin und Schauspielerin Soko voll und ganz zu überzeugen. Rein dramaturgisch geht der Film konventionelle Wege, aber: Er sieht fantastisch aus.

La Danseuse (OT) F 2015, 111 Min., R: Stéphanie Di Giusto, D: Soko, Gaspard Ulliel, Mélanie Thierry, Start: 3.11.

Bewertungspunkte3

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