Magieaction

„Die Unfassbaren 2“ im Kino

Effekthascherei: In „Die Unfassbaren 2“ trifft Magie auf viel zu viel Firlefanz

Foto: Concorde

Es geht im doppelten Sinne um Illusionskunst. Zum einen ist das Medium Kino selbst im ­Wesentlichen Illusionstheater. Zum anderen geht es in dieser Krimikomödie um smarte Zauberkünstler und einen Hypnotiseur, die mit Tricks und Sinnestäuschung ihr Publikum, das FBI und zwei superreiche Magnaten hinters Licht führen.

In ihrem zweiten Kinoabenteuer haben die ­Magier den Auftrag, eine neu ent­wickelte Software sicherzustellen, mittels derer man Zugriff auf alle Smartphones der Erde bekommt. Es gibt Anspielungen auf gesellschaftsrelevante Themen wie den zunehmenden Verlust der Privatspäre im Internetzeitalter. Nach dem vielversprechenden Filmstart sorgt ein konfuses Szenen-Puzzle mit Wendungen, geheimen Motiven, Rückblenden, visueller Effekthascherei und viel Geschwätz für Irritation beim ­Zuschauer, der das unfassbare Geschehen zunehmend teilnahmslos verfolgt. Das Beziehungsgeflecht ist verworren, die Figuren werden nur ansatzweise charakterisiert.

Namhafte Mimen wie Michael Caine oder Morgan Freeman sind schauspielerisch heillos unterfordert, Woody Harrelson in einer Doppelrolle wirkt eher lächerlich als witzig. Daniel Radcliffe als skrupelloser Tycoon kann hier nicht zaubern wie Harry Potter. So flackert der Film gehaltlos über die Leinwand, von Kino­magie keine Spur.

Now you see me 2 (OT) USA 2016, 129 Min., R: Jon M. Chu, D: Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson, Start: 25.8.

Bewertungspunkte5

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