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„Die Unfassbaren – Now You See Me“ im Kino

Die Unfassbaren - Now You See Me

Vorweg: Solange dieser Film läuft, fühlt man sich leidlich gut unterhalten von zahllosen Drehbuch-Wendungen, Schau- und Show-Szenen. Und es ist erfreulich, dass Action- und B-Movie-Regisseur Leterrier bei diesem Hollywood-Abenteuer auf die sonst üblichen Zerstörungsorgien, auf Trommelfeuer und Bodycount verzichtet. Doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Die Unfassbaren“ trotz prominenter Besetzung und hübscher Ideen letztlich ein eher schlampig erzählter Film ist. Gerne hätte man gesehen, wie sich die vier talentierten Bühnenzauberer – ein Magie-Stratege (Jesse Eisenberg), ein Mentalist (Woody Harrelson), eine Entfesslungskünstlerin (Isla Fisher) und ein Taschendieb (Dave Franco) – zusammengerauft haben, doch das wird übersprungen. Stattdessen gibt es Shows des Quartetts ein Jahr später, bei denen sie wie Robin Hood Geld umverteilen, immer im Visier von FBI (Mark Ruffalo) und Interpol (Mйlanie Laurent). Ab und an hat das Charme, aber Leterrier kann auch mit penetrant kreisender Kamera nicht verbergen, dass es hier nur aufgehübschte Hütchenspielertricks gibt, aber keinerlei Botschaft und keinen echten Zauber.

Text: Thomas Klein

Foto: 2013 Concorde Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Die Unfassbaren – Now You See Me“ im Kino in Berlin

Die Unfassbaren – Now You See Me (Now You See Me), USA 2013; Regie: Louis Leterrier; Darsteller: Jesse Eisenberg (J. Daniel Atlas), Isla Fisher (Henley Reeves), Woody Harrelson (Merritt McKinney); 115 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 11. Juli

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