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„Die Wand“ im Kino

Die Wand

Die unerklärliche Grundbedingung dieser Erzählung ist gewagt: Eine Frau sieht sich durch einen unsichtbaren Wall daran gehindert, das menschenleere Berggebiet, in dem sie urlaubt, wieder zu verlassen. Sie muss ums Überleben kämpfen, mit der Einsamkeit zurechtkommen. Als Beschreibung einer psycho-physischen Extremsituation ist „Die Wand“ vielfältig interpretierbar; dem Steirer Julian Roman Pölsler gelingt mit seiner Haushofer-Adaption „Die Wand“ dennoch ein erstaunlich transparenter Film – er übersetzt die alpin-surrealistische Vorlage in einen sehr konzeptuellen, zudem hochklassig fotografierten Horrorfilm. Martina Gedeck trotzt dem inneren Würgeengel fulminant, mutet sich Ackerbau und Tierhaltung zu, überantwortet sich dem Abgrund des falschen Berg­idylls.

MARTINA GEDECK IM GESPRÄCH

Text: Stefan Grissemann

Foto: Studiocanal GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Die Wand“ im Kino in Berlin

Die Wand, Österreich/Deutschland 2012; Regie: Julian Roman Pölsler; Darsteller: Martina Gedeck (Die Frau), Karlheinz Hackl (Hugo), Ulrike Beimpold (Luise); 108 Minuten; FSK 12

Kinostart: 11. Oktober

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