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„Die wilden Hühner… und das Leben“ im Kino

Die wilden HühnerEin völlig neues Konzept dürfte vermutlich niemand erwarten: Nach den Erfolgen mit den beiden Vorgängerfilmen um die jugend­liche Mädchengang der „Wilden Hühner“ kommt nun ein abschließender dritter Teil im gleichen Stil – auch wenn es mittlerweile keine konkrete Romanvorlage von Cornelia Funke mehr zu verfilmen gab. Also hat man unter Mitarbeit von Funke munter drauflosfabuliert und erzählt am Beispiel der Begebenheiten einer Klassenfahrt, wie Sprotte (Michelle von Treuberg) und ihre Kameradinnen dem Bandenleben nun langsam entwachsen und das Erbe der „Hühner“ in jüngere Hände legen. Da macht sich zwangsläufig auch ein wenig Melancholie breit.
Diese Entwicklungsgeschichten haben eigentlich immer etwas Charmantes: Man sieht, wie sich die Figuren und ihre jugendlichen Darsteller gleichermaßen entfalten. Zugleich wächst auch das Zielpublikum mit und kann sich auf diese Weise stets mit den gezeigten Problemen identifizieren, etwa mit Sprottes Liebeskummer, als sich ihr Freund anderweitig orientiert, weil sie ans „erste Mal“ nicht so recht ranwill, oder mit der Angst Melanies, von Willi schwanger zu sein. Dass diese verschiedenen kleinen Geschichten wie gehabt eher offen und ohne abschließende Problemlösung enden, macht die „Hühner“-Filme so sympathisch.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Sehenswert

Die Wilden Hühner … und das Leben, Deutschland 2008; Regie: Vivian Naefe; Darsteller: Michelle von Treuberg (Sprotte), Lucie Hollmann (Frieda), Sonja Gerhardt (Melanie); Farbe, 112 Minuten

Kinostart: 29. Januar 2009

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