Drama

„Dieses Sommergefühl“ im Kino

In der Regel assoziiert man mit Tod und ­Trauer eher Dunkelheit und Depression als sonnendurchflutete Orte.

Foto: Rendezvous Filmverleih

Doch genau dies bringt ­Regisseur Mikhaël Hers hier mit einem Trauer­fall zusammen. Denn die 30-jährige französische Künstlerin Sasha, die mit ihrem Freund Lawrence in Berlin lebt, fällt eines Tages im Park tot um. Der Film schildert die folgenden drei Sommer: In Berlin trifft Lawrence auf die Familie der Freundin; ein Jahr später in Paris steht Sashas jüngere Schwester Zoé im Mittelpunkt. Im dritten Sommer fährt Zoé nach New York, wo Lawrence mittlerweile lebt.
Es wird nicht viel geredet in diesem sehr undramatisch agierenden Film, der vor allem eine Annäherung an Gefühle betreibt und in seinen Vignetten den Prozess der Trauerbewältigung vor allem über unausgesproche Dinge beschreibt. Und Zeit ist der heilende Faktor. Das Leben geht weiter, unspektakulär, beiläufig und schön wie dieser Film.

Ce sentiment de l’été (OT) F/D 2015, 106 Min., R: Mikhaël Hers, D: Anders Danielsen Lie, Judith Chemla, Lana Cooper, Start: 3.11.

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