Tragikomödie

„Dinky Sinky“ im Kino

Verbissen: In „Dinky Sinky“ verliert ­eine Lehrerin die Kontrolle

Foto: Koryphäen Film GmbH

Die Sportlehrerin Frida möchte unbedingt ein Kind. Erst recht, seit sich alles um sie herum nur noch um die Kleinen dreht. Die letzten zwei Jahre ihrer Beziehung waren strikt dem obsessiven Zeugungsversuch unterworfen – ohne Erfolg. Als sie ihren Freund Tobias zur künstlichen Befruchtung drängt und ihm einen Heiratsantrag macht, beendet dieser kurzerhand die Beziehung. Als dann auch noch Komplikationen in der Schule auftreten, gerät das Leben der kontrollsüchtigen Mittdreißigerin aus den Fugen.

Die nicht zur Empathie neigende Frida erinnert oft an einen Teenager, der nicht akzeptieren will, dass die Menschen nicht nach ihrer (Sportlehrer-)Pfeife tanzen. Mareille Kleins einfühlsame Tragikomödie – der Titel steht für „Double Income No Kids Yet – Single Income No Kids Yet“ – gibt einen realistischen Blick auf Situationen, Gespräche und Probleme des Alltagslebens und ist untermalt mit stimmungsvoller Musik – sowie Personen und Situationen, die so unangenehm sind, dass man schon wieder über sie lachen kann. Man fühlt sich beinahe so, als wäre man selbst Teil des aus dem Ruder laufenden Lebens von Frida.

Text: Mia Kusic

Dinky Sinky D 2016, 94 Min., R: Mareille Klein, D: Katrin Röver, Till Firit, Ulrike Willen­bacher, Michael Wittenborn, Start: 8.2.

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