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Dokumentarfilme der Gruppe Super-9

Super-9In dieser Aufsatzsammlung proklamiert der Regisseur Andres Veiel ein „dokumentarisches Kino des Insistierens, der Unruhe, des Hinterfragens“. Das trifft nicht nur auf seine eigenen Filme wie „Black Box BRD“ zu, sondern auch auf ein spannendes Projekt, bei dem er als Dozent und Mentor drei Jahre lang mit neun Studentinnen und Studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie arbeitete: Filmkollektiv Super-9 heißt diese Gruppe, die sieben der mittlerweile entstandenen Filme nun im Babylon zeigt. Gleichzeitig haben die Kollektivler ihre individuellen Erfahrungen zu Papier gebracht. „Wenn ich dieses Buch vorher gelesen hätte, dann hätte ich alle Fehler vermieden, die ich gemacht habe“, resümierte einer von ihnen. Das mag übertrieben sein, aber wer die Texte liest oder sich zur Filmpräsentation ins Babylon-Mitte begibt, wird hinterher definitiv mehr wissen über die Schwierigkeiten, hier und heute dokumentarisch zu arbeiten – zumal, wenn man sich, wie die Filmstudenten, für ein Thema entscheidet, das von Fragen an die eigenen Biografien bestimmt wird.

Text: F.A.

Dokumentarfilme der Gruppe Super-9, Babylon-Mitte, Sa 31.1. und So 1.2.; sieben Filme, Workshop, Buchpräsentation und Gespräch. Das Buch „Dokumentarfilm. Werkstattberichte“, herausgegeben von Andres Veiel und Beatrice Ottersbach, ist im Verlag UVK erschienen.

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