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Dokumentation „Roadcrew“

Road_Crew„Ein, zwei brennende Bibeln sind aus dem Fenster gefallen, aber sonst gings eigentlich“, kommentiert einer der Roadies die Frage nach dem Klischee zerstörter Hotelzimmer auf einer Tournee mit den Toten Hosen. Aber „Roadcrew“, Olaf Helds Abschlussfilm für die HFF, erschöpft sich nicht im Oberflächlichen, sondern stellt die Frage in den Mittelpunkt, welche Auswirkungen der Job als Bühnenarbeiter auf Achse auf Psyche und Privatleben der drei aus Chemnitz stammenden Hauptprotagonisten Axel, Tino und Jan hat und hatte: vom anarchischen Leben in der Nachwendezeit über die wohltuende Anerkennung ihrer Fähigkeiten, bis zu den Trümmern ihrer Liebesbeziehungen, vor denen die Mittdreißiger heute teilweise stehen. Ein ungeschminkter Einblick.    

Text: Lars Penning
Foto: Anne-Kathrin Gliese
tip-Bewertung: Sehenswert

Roadcrew: Orte und Zeiten in Berlin
Deutschland 2011; Regie: Olaf Held; 82 Minuten

Kinostart: 23. August

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