Kino & Stream

Dominik Graf-Werkschau im Zeughauskino

Frau Bu lacht

Dominik Graf ist einer der wichtigsten Intellektuellen des deutschen Kinos, und zwar gerade deswegen, weil er sich häufig anti-intellektuell gibt: Er bevorzugt programmatisch die Genres gegenüber dem Kunstanspruch, manchmal auch den Trash gegenüber der hehren Idee, und wenn das Geld für einen richtigen Film nicht reicht, macht er eben Fernsehen. Dabei
arbeitet er an einer ständigen Um­wertung aller Werte, die man jetzt bei einer Werkschau anlässlich seines 60. Geburtstags einmal ausführlicher in den Blick nehmen könnte. Im Zeughaus werden von seinen frühen Großprojekten wie „Die Katze“ (1988) und „Die Sieger“ (1994) über den legendären Tatort „Frau Bu lacht“ (1995 / Szenenfoto) oder den Fernsehfilm „Eine Stadt wird erpresst“ (2006) bis zu fast schon experimentellen Arbeiten wie „Der Felsen“ (2002) zahlreiche zum Teil sehr unterschiedliche Arbeiten gezeigt, die aber doch mindestens einen roten Faden erkennen lassen: Dominik Graf macht, auch in anderen Formaten, immer Kino.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Deutsche Kinemathek

Werkschau Dominik Graf, Zeughauskino, Sa 1.9. bis Mo 17.9.

Sa 8.9. Buchpräsentation „Im Angesicht des Fernsehens“ in Anwesenheit von Dominik Graf

www.dhm.de/kino

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