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„Drive Angry“ im Kino

Drive Angry

John Milton ist ein Mann mit einer Mission. Wenn er auch nicht das verlorene Paradies wiederherstellen kann (wozu ihn sein Name eigentlich verpflichtet), so hofft er doch, seine Enkeltochter aus den Klauen eines Sektengurus zu befreien, bevor der sie beim nächsten Vollmond in einem Ritual opfert. Und da dieser Jonah King schon Miltons Tochter ermordet hat, hat der selbsternannte Rächer keinen Grund zimperlich zu sein. Also wird gleich in der ersten Sequenz mittels eines Schusses aus einer Schrotflinte eine Hand vom Rest des Körpers getrennt – besonders effektvoll in 3D, das in diesem Film vor allem dazu dient, in Zeitlupe fliegende Geschosse zu zelebrieren.
Als Milton verausgabt sich Nicolas Cage einmal mehr bis zur Erschöpfung: in einer Szene hat er Sex, raucht dabei eine Zigarre, trinkt Whisky, und hat keine Probleme, nebenbei noch ein halbes Dutzend Männer niederzuschießen, die plötzlich ins Motelzimmer stürmen. Den Kontrast zu all diesen Übersteigerungen liefert Miltons abgeklärter Verfolger „der Buchhalter“ – William Fichtner als ganz in Schwarz gekleideter Mann, der über einen FBI-Ausweis verfügt, aber dessen Fähigkeiten einen Hinweis darauf geben, dass der Film nicht von dieser Welt ist. Gäbe es noch Autokinos oder Mitternachtsvorstellungen, so müssten die sich um „Drive Angry“ reißen.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Drive Angry“ im Kino in Berlin

Drive Angry, USA 2011; Regie: Patrick Lussier; Darsteller: Nicolas Cage (Milton), Amber Heard (Piper), Billy Burke (Jonah King); 104 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 24. Februar

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