Dokumentarfilm

„Dügün – Hochzeit auf Türkisch“ im Kino

Feierplanung in „Dügün – Hochzeit auf Türkisch“

Foto: Real Fiction/ Bernd Spauke

Auch in Duisburg-Marxloh sind nach Schließung der Zechen ­Arbeitsplätze verloren gegangen. Ein Strukturwandel war nötig, etwas anderes musste an die Stelle der vom Bergbau bestimmte Alltagskultur treten. In Duisburg-Marxloh ist es die türkische Hochzeitskultur: Beauty, Brautkleider, Saalvermietung und alles, was zu den großen Hochzeitsgesellschaften gehört, bieten türkische Geschäftsleute hier an.
Marcel Kolvenbach und Ayse Kalmaz nähern sich dieser Welt von zwei Seiten: Da sind zum einen die Veranstalter, die von ihrer ­Arbeit und den Wünschen ihrer Kunden berichten, und sich gern darüber beschweren, dass diese alles preiswert haben wollen. Zum anderen folgt der Film Hochzeitpaaren bei ihren Vorbereitungen und bietet einen intimen Einblick in deren Vorstellungen von Liebe und Zukunft und verdeutlicht dabei den Wert der Familie. Die Protagonisten sind sympathische Leute, es wird hier unaufdringlich ein wenig Werbung betrieben für in unserer Gesellschaft angekommene tolerante Menschen und ein selbstverständliches Miteinander. Denn es kommen zu den Trauungen eben nicht nur Verwandte, sondern auch deutsche Kollegen und Nachbarn.

Dügün – Hochzeit auf Türkisch D 2015, 89 Min., R: Marcel Kolvenbach, Ayse Kalmaz, Start: 8.9.

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